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Kultur in San Agustin und Popayán

(Violetter Punkt 22 auf der Karte)

In San Agustin und Umgebung wurden viele Gräber und Steinskulpturen gefunden. Sie stammen meistens aus der Zeit von 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. Einzelne sind über drei Meter hoch. Lächelnde oder grimmige Figuren, alles war darunter.

Nach einer anspruchsvollen Passüberfahrt durch die kolumbianischen Anden kamen wir in Popayán an. Hier schlenderten wir durch die Altstadt und sahen viele alte Kolonialhäuser.

Sowohl von San Agustin nach Popayán und dann auch von Popayán nach La Plata überquerten wir die Anden zweimal. Beide Male waren die Strasse teilweise sehr schlammig und schlecht. Die Páramo-Vegetation sahen und fotografierten wir meist nur vom Auto aus. Der Sprühregen war so was von nass!

Bienvenido!

(Violetter Punkt 21 auf der Karte)

Ecuador mit seinen vielen Hügeln, wir fandvorGrenze1en es toll! Darum verbummelten wir uns fast, weil wir immer wieder Foto’s schiessen mussten. Erst am späteren Nachmittag kamen wir am Grenzort an. In nur 90 Minuten war alles erledigt! Wir übernachteten in der Grenzstadt Ipiales und wurden auf dem Parkplatz im Zentrum von einem weisshaarigen Kolumbianer sehr herzlich mit einem Bienvendido in Kolumbien empfangen.

Am nächsten Morgen: sind wir schon in Kolumbien oder immer noch in Ecuador? Alles sieht so aus wie in Ecuador, nur die Menschen sind noch freundlicher!

Unser erster Besichtungspunkt war das „Santuario de Las Lajas“, eine Kirche in einem engen Tal. Die Kirche ist ein beliebtes Ausflugsziel. Sogar eine neuerstellte Seilbahn führt zur Kirche hinunter. Auf dem Weg zur Kirche hatte es die obligaten Souvenir- und Verpflegungsstände.

Die Laguna de  la Cocha ist ein weiteres Ausflugsziel für die Einheimischen und die Touristen. Am Flusslauf zur Laguna reihten sich im Ort El Puerto ein Haus am anderen an, alle farbig und mit vielen Blumen geschmückt.

Und dann am nächsten Tag wurde es ernst. Die Trampolin de las Muertes (Todesstrasse) stand auf dem Programm. Bei neblig-trübem Regenwetter fuhren wir über diese teilweise enge Schotterpiste nach Mocoa. Ein paar Mal mussten wir zurückfahren, damit der entgegenkommende Lastwagen uns passieren konnte.

Auf nach Afrika! Auf Schienen?

(Violetter Punkt 20 auf der Karte)

Drei erlebnisreiche Tage verbrachten wir an der Pazifikküste im nordwestlichsten Zipfel von Ecuador, in unmittelbarer Nähe zur Grenze nach Kolumbien. Organisiert hatte die interessante Tour Hans, der Inhaber eines Campingplatzes in Ibarra, für sechs Rentner aus Amerika (diese leben hier in Ecuador). Kurzfristig konnten wir mitgehen, wir mussten jedoch mit unserem Fahrzeug fahren, da wir im anderen Fahrzeug keinen Platz mehr hatten.

Der erste  Halt war auf einer Kakao-Plantage. Wir sahen die noch nicht reifen Kakaofrüchte an den Sträuchern hängen. Die Kakaobohnen in der Frucht sind noch ganz weiss. Der süsse Schleim darumherum konnten wir probieren. Unwissend wie wir waren, zerkauten wir gleich die ganze Bohne! Wir haben es überlebt.

Danach bezogen wir unser Quartier in Las Peñas. Sind die weiter südlich gelegenen Küstenorte richtige Partystädte, ist Las Peñas sehr ruhig, fast schon verschlafen. Am Strand entlang hatte es sicher über 20 Restaurants. Alle boten das Gleiche zum gleichen Preis an!

In Borbón stiegen wir in ein Langboot. Das Dorf La Tolita war unser Ziel. Hier liegen antike Tonscherben und -figuren von verschiedenen Epochen der La Tolita-Kultur am Strand und auf den Strassen einfach so herum. Die ältesten Tonarbeiten sind mehrere Jahrhunderte vor Christi entstanden. Ein einzelner Mann hat sich der Sache angenommen und hat ein kleines, windschiefes Museum aufgebaut. Darin hat er uns verschiedene Exponate gezeigt. In dem säulenartigen Tongefäss (viertes Bild) wurden die Verstorbenen verbrannt. Heute werden diese Gefässe als Blumentöpfe verwendet! Irrsinn, in anderen Ländern würde solches scharf bestraft.

Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt durch den Mangrovenwald im Grenzgebiet von Ecuador / Kolumbien. Die Grenze durften wir natürlich nicht überschreiten. Das Reservat beherbergt die höchsten Mangrovenbäume der Welt. Das graue Wurzelgeflecht war faszinierend. Immer wieder sahen wir eine rote Krabbe über die Wurzeln huschen (letztes Bild). Ein toller Kontrast!

Und dann waren wir noch auf einer Kokusnussfarm und konnten die Herstellung der Cocada (Grundzutat für Süssigkeiten) hautnah mitverfolgen. In einem Topf wird Zuckerrohrsaft zu Melasse verdampft, in einem anderen geraspelte Kokusnüsse gedämpft und in einem dritten die Melasse und die geraspelten Kokusnüsse mit Erdnüssen gemischt. Der klebrige Brei wird dann in Schablonen gepresst und ausgekühlt.

Und dann war da noch der Zug, der nicht mehr ist. Die Zugstrecke von Ibarra nach San Lorenzo ist seit langem aufgegeben, die neue Strasse führt durch andere Täler. Auf einem Teilabschnitt werden die Ortschaften entlang der ehemaligen Zugstrecke mit abenteuerlichen Fahrzeugen weiterhin – sogar nach Fahrplan – bedient.

Bei den Fahrzeugen handelte es sich um „Eigenproduktionen“ ergänzt mit Autoteilen. Unser Fahrzeug hatte ein Toyotamotor. Kupplungs- und Gaspedal waren vorhanden, jedoch keine Bremse. Gebremst wurde mit dem Motor und mit dem Bein! Die Felgen waren überbreit. So war es möglich, auch über verzogene Schienen zu fahren.

Da die Schienen nicht oder nur noch behelfsmässig instandgestellt werden, sind Entgleisungen an der Tagesordnung. Mit Holzstangen und -bretter wird das Fahrzeug dann wieder auf die Schienen gehoben.

Für den Retourweg musste dann das Fahrzeug umgedreht werden, auch hier mit einem ganz einfachen Trick. In der genau ausgemessenen Mitte des Fahrzeuges wurde ein Wagenheber positioniert. Dann wurde das Fahrzeug gehoben, langsam um die eigene Achse gedreht und wieder auf die Schienen gestellt.

In diesem Gebiet leben vorwiegend Nachkommen ehemaliger Sklaven, die Afro-Ecuadorianer. Diese Menschen strahlten eine Freude aus und liessen sich gerne fotografieren.

Viele Pelikane, Reiher, Blaufusstölpel, Spechte und weitere Vögel flogen über unsere Köpfe. Doch die folgende Fotoreihe ist nur einem Vogel gewidmet, dem Tucan. Mehrere Male haben wir auf unserer Reise Tucane gesehen. Entweder flogen sie zu schnell wieder weg oder das Licht war zu schlecht. Ein richtig scharfes Foto konnten wir von ihnen noch nicht schiessen. Diesmal erwischten wir zwei einigermassen gut, bevor auch sie davonflogen.

Alt und neu in Otavalo

(Violetter Punkt 19 auf der Karte)

Am Samstagvormittag war um 05:30 Uhr Tagwache! Der Viehmarkt in Otavalo findet jeweils am Samstagvormittag statt. Je früher wir dort seien, desto besser, wurde uns gesagt. Keine 100 Meter vom Markt übernachteten wir auf einem Parkplatz eines Hostels. So reichte es noch für einen Kaffee, bevor es dann in das Getümel ging.

Mit Lastwagen oder zu Fuss mit Leinen wurden die Tiere zum Markt gebracht bzw. geschleppt. Es wurde rege gehandelt und begutachtet.

Auf der anderen Strassenseite ist der herkömmliche tägliche Markt angesiedelt. In einem modernen Betonneubau standen die Frauen hinter ihren Ständen. Irgendwie passte dies nicht! Alles war so steril und ungewohnt!

Am Nachmittag fuhren wir noch zur Laguna de Cuicocha, ein See mit zwei Inseln. Hier konnten wir uns von der morgigen Markthektik entspannen. Die Rundwanderung um den See haben wir uns für ein andermal aufgespart!

 

Riesiges Quito – überschaubare Altstadt

(Violetter Punkt 18 auf der Karte)

Von Quito, der Hauptstadt von Ecuador, dachten wir, dass der Verkehr uns verschlucken würde. Nein, so war es nicht! Vielleicht war es Zufall oder es ist immer so: der Verkehr war harmlos. Die Strassen, die wir fuhren mussten, waren grosszügig angelegt. Die Fahrzeuge bzw. deren Fahrer fuhren gesittet! Es war nicht  entspannend, jedoch auch nicht hektisch. Oder sind wir die südamerikanischen Verkehrsverhältnisse bereits derart gewohnt?

Mitten im modernen Zentrum betreibt ein 86-jähriger(!) Deutscher ein Hostel mit Wohnmobilstellplatz. Die Einfahrtshöhe auf das Gelände war tief, doch wir konnten gerade noch so durchfahren. Inmitten von Bäumen und Vögel übernachteten wir. Und dies in einer Grossstadt! So ruhig war es dennoch nicht, dem Strassenlärm konnten wir nicht entfliehen.

Mit dem Bus fuhren wir die kurze Strecke bis zur historischen Altstadt. Der Spaziergang durch die kleine Altstadt mit alle den schönen Gebäude hat uns gefallen.

Am späteren Nachmittag wurde es dann ernst: wir überfuhren den Äquator. Ab sofort sind wir wiedeEquator1r auf der nördlichen Halbkugel unterwegs! Eigentlich haben wir uns das Ganze etwas pompöser vorgestellt. Da wir keinen eisgekühlten Sekt hatten, gönnten wir uns ein Eis, auch eisgekühlt!

Schlaufe zum Cotopaxi

(Violetter Punkt 17 auf der Karte)

Der nächste Höhepunkt stand vor der Tür – der Cotopaxi. Doch vorher lag die Laguna Quilotoa fast am Weg. Dieser Kratersee hatte eine herrliche Farbe. Der Abstieg bis zum Ufer war staubig und mit Turnschuhen gerade so machbar. Es ging fast 400 Höhenmeter hinunter.

Unten hatte es Maultiere, die auf Arbeit warteten. Schon ein paar Mal wollten wir ausprobieren, ob wir „reiten“ können. Reiten ist jedoch das falsche Wort. Unsere Maulesel machten, was sie wollten. Sie kannten genau den Weg hinauf. Sie hielten selbständig, um zu verschnaufen, und gingen dann munter weiter. Daniel’s Maulesel war der vorderste, die beiden hinteren versuchten immer wieder zu überholen. Der vordere liess dies jedoch nicht zu. Dies führte dazu, dass unsere Maulesel Zwischenspurte einlegten. Und wir hielten uns dann verkrapft am Sattelknauf. Wir fürchteten, dass wir vom Esel fallen würden.

Die Strasse zur Laguna Quilotoa und weiter zum Cotopaxi führte uns durch eine hüglige Landschaft mit teilweise tiefen Schluchten. Überall ersichtlich waren die Schäden der Unwetter: unter- und weggespülte Strassen zuhauf.

Der Blick von unserem Übernachtungsplatz auf den Cotopaxi war toll, der Berg glühte im Abendrot! Wir unternahmen kleinere Wanderungen im Nationalpark und sahen – neben dem Vulkan – auch viele Blumen und Vögel.

Und weil es gerade Donnerstagvormittag war, nutzten wir die Gelegenheit und sahen uns den farbenfrohen Bauernmarkt in Saquisili an. Was es da alles zu kaufen gab!

Quer durch das Land

(Violetter Punkt 16 auf der Karte)

Von West nach Ost, quer durch Ecuador von Puerto Cayo bis nach Puyo, von der Küste über die Anden bis zum Regenwald! In den letzten Tagen haben wir alle Landschaftsformen und Klimazonen dieses interessanten Landes durchfahren.

Zuerst ging es von der Küste hoch durch das neblige Küstengebirge und dann wieder ins Tiefland hinunter. Reis- oder Zuckerrohrfelder, riesige Banananplantagen und eine endlose Ebene! Nichts so spannend und nach einer monotonen Fahrt ging es am späteren Nachmittag wiederum durch stockdicken Nebel (wirklich stockdick, keine 10 Meter Sicht) in Richtung Andenhöhen. Der Blick auf das Nebelmeer in der Abendstimmung war grossartig. In Salinas deckten wir uns in einer Käserei mit Käse und in einer Schokaldenfabrik mit Süssigkeiten ein.

Am nächsten Tag fuhren wir zum Vulkan Chimborazo bis auf ca. 4’400 m.ü.M. Er präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Zuerst sahen wir nur einen weissen, kleinen Spitz aus einer sonst grünen Landschaft herausragen. Je näher wir kamen, desto wuchtiger wurde er. Denn der Vulkan Chimborazo ist der höchste Berg der Welt! Obwohl er nur rund 6’300 m.ü.M. misst, ist er – gemessen vom Erdmittelpunkt – rund zwei Kilometer höher als der Mount Everest (nachzulesen in Wikipedia). Dies darum, weil die Erde nicht eine perfekte Kugel ist.

Alausi ist für Eisenbahnfans der Ort hier in Ecuador. Von hier startet der Tren „La Nariz del Diablo“ (Teufelsnase). Die Teufelsnase ist ein markanter Felsen (letztes Bild der ersten Reihe), der beim Bau der Bahngeleise zu überwinden war. Anstelle von Kehrtunnels wurde die Bahn mit Spitzkehren gebaut. D.h. wir fuhren zuerst vorwärts den Berg hinunter, dann ging es rückwärts weiter. Zwei solche Spitzkehren wurden gebaut. Im Zickzackkurs den Berg hinuntern!

Bei einem Blitzbesuch in Ambato bei einer schweizerisch-ecoudorianischen Familie wurden wir sehr herzlich empfangen und assen einen vorzüglichen Russenzopf (Danke an die Familie Steffen/Rosero für die Gastfreundschaft!). Über Baños fuhren wir dann bis nach Puyo am Rande des Amazonasbecken.

Immer wieder trafen wir sie an: die Grillstellen,Cuy1 an denen Meerschweinche gegrillt werden. Bis jetzt haben wir es noch nicht über unser Herz gebracht, ein solches Meerschweinchen zu essen. „Gluschten“ würde es uns schon.

Buckelwale an der Küste Ecuadors

(Violetter Punkt 15 auf der Karte)

Wir lasen im Reiseführer, dass jeweils ab Juni/Juli bis September mehrere Tausend Buckelwale an der ecuadorianischen Küste vorbeiziehen. Diese Gelegenheit wollten wir uns nicht entgehen lassen. So machten wir einen Schwenker an die Küste und fuhren über Salinas bis nach Puerto Cayo.

Unsere erste Station war Salinas, eine Retortenstadt mit vielen hohen Wohnsilos. Und keine Beiz hatte offen! Dafür war unser Übernachtungsplatz in Ballenita allererste Sahne: ein „Leuchtturm“ mit einer Aussicht über das Meer, eine tolle Ambiance!

Montañita ist der Aussteiger- und Hippieort von Ecuador. Doch schien alles etwas in die Jahre gekommen zu sein. Surfer mit ihren Surfbrettern bevölkerten die staubigen und holprigen Strassen. Im Meer war fast niemand, wahrscheinlich war den Surfern das Wasser zu kalt.

Die zweite Nacht an der Küste verbrachten wir in Puerto López. Entlang der Strandpromenade war alles in weiches Licht getaucht. Wir waren zwar noch nie in der Karibik, doch so könnte es dort sein.

In Salinas, am westlichsten Zipfel von Ecuador, haben wir nach Walen Ausschau gehalten. Wir sahen mehrmals Luftblasen und jeweils ein kurzes Auftauchen. Und dann schossen ein paar Wale aus dem Wasser. Durch das Fernglas konnten wir ihre Sprünge beobachten. Für ein scharfes Foto waren sie zu weit draussen (siehe die beiden letzten Fotos der Galerie). Sie werden uns dennoch in Erinnerung bleiben.

In Salango, einem kleinen Fischerdorf kurz vor Puerto López, versuchten wir zuerst von einer Klippe aus, die Wale zu erspähen. Wir entdeckten ein paar durch das Fernglas, jedoch waren sie auch zu weit entfernt. Am Strand von Salango buchten wir danach eine Waltour. Mit einem kleinen Boot (nur wir zwei mit dem Steuermann und einem „Späher“) fuhren wir auf das schauklige Meer hinaus und konnten diese riesigen Tiere aus der Nähe beobachten. Es war gar nicht so einfach, im richtigen Moment zu knipsen. In der einen Hand den Fotoapparat und mit der anderen Hand versuchten wir, uns irgendwo im Boot festzuhalten.

Galápagos – im Sturzflug

(Violetter Punkt 14 auf der Karte)

Am letzten Tag mussten wir früh aufstehen. Um 05:45 Uhr stiegen wir in das Schlauchboot und fuhren in eine Lagune gesäumt von einem Mangrovenwald. An einer engen, seichten Stelle machten wir das Boot an den Mangroven fest und warteten, welche Wassertiere in dieser frühen Morgenstunde diese enge Stelle passieren würden. Und siehe da, es kamen viele Wasserschildkröten, ein paar Rochen und Riffhaie. Ein toller Abschluss unserer Galápagos-Reise, dachten wir. Zufrieden machten wir das Boot los und wollten über die Lagune zur Yacht zurückfahren.

Plötzlich Aufregung bei Maja, unserer Führerin: „Hier hat es einen Blaufuss-Tölpel; nein, nein, viele Blaufuss-Tölpel“. Es schwammen sicher 300-400 wenn nicht mehr Blaufuss-Tölpel in der Lagune. Wie auf einen Befehl hin flogen alle Vögel gleichzeitig los und kreisten um uns herum. Und dann hagelte es Blaufuss-Tölpel vom Himmel. Pfeilgerade wie ein Kamikaze-Flieger stürzten sich die Vögel ins Wasser und tauchten unter. Tauchten wieder auf, flogen auf und stürzten sich wieder ins Wasser. Dies wiederholte sich ein paar Mal. Wir waren wahrscheinlich inmitten eines Fischschwarmes und die Tölpel genehmigten sich das Frühstück!

Zuerst vergassen wir, zu fotografieren oder zu filmen. Wir waren wie perplex und wussten gar nicht, was um uns herum wirklich geschah. Unsere Führerin sagte uns, dass sie – wenn überhaupt – ein Mal pro Jahr ein solches Schauspiel zu sehen bekommt. Was für ein Glück wir hatten! Und ein wirklich toller Abschluss unserer Galápagos-Reise!

Galápagos – kriechend und schwimmend

(Violetter Punkt 13 auf der Karte)

Die Land- und die Meeresleguane sahen schon furchterregend aus. Spitzige Zähne, stachliger Kamm und scharfe Krallen! Beide waren so gut an ihre jeweilige Umgebung angepasst, dass wir sie fast nicht sahen und manchmal beinahe über sie gestolpert wären. Die längsten waren sicherlich über einen Meter lang.

Noch riesiger waren die Landschildkröten! Was für massige Tiere! Wenn ein solches Ungetüm – zwar langsam – auf einem zukommt, dann machten wir grosszügig Platz.

Wunderschön waren die roten Krabben. Vor allem auf dem schwarzen Lavagestein kamen sie toll zur Geltung. Das letzte Bild zeigt eine leere Krabbenschale. Wir haben gelernt, dass der Panzer der Krabben nicht mitwächst und die Krabbe deshalb von Zeit zu Zeit gewungen ist, ihren Panzer zu verlassen. Bis die neue Schale wieder verfestigt ist, ist die Krabbe deshalb schutzlos.

Neben den Ohrenrobben (Seelöwen und Seebären) und vielen Meeresschildkröten haben wir auch Rochen, Riffhaie, Einsiedlerkrebse und einen jungen Hammerhai gesehen. Und die Knochen eines toten Hammerhais, der am Strand sorgfältig zusammengesetzt wurde!