Wanderung auf den Vulkan Chaitén

(Punkt 60 auf der Karte)

Der Park Purmalin war unser letzter Stopp auf der Carretera Austral. Der Vulkan Chaitén war jahrelang ein schlafender Vulkan. Im 2008 brach er plötzlich aus und zerstörte eine grosse Waldfläche. Heute gibt es ein schweisstreibende Wanderung zum Kraterrand.

In Wolken und Nebel wanderten wir hinauf. Entgegenkommende Wanderer sagten uns, dass alles im Nebel wäre. Sollten wir umkehren? Nein! Und wirklich: wir waren oben am Kraterrand und sahen nichts.

Wir assen unsere Sandwiches und sagten uns „Fitnessprogramm für heute erledigt“. Die ersten 50 Höhenmeter des Abstieges hatten wir bereits hinter uns, als es plötzlich innert einer Minute aufklarte. Der Nebel verzog sich! Wollen wir nochmals rauf? Ja!

Und jetzt sahen wir, was wir gehofft hatten zu sehen. Wir standen auf dem Kraterrand (der Krater hat einen Durchmesser von 3 km) und sahen den inneren Berg (Lavadom), der höher als der Kraterrand ist. Es dampfte aus diesem Lavadom! Dies sind nicht Nebelschwadent! Überall verstreut lagen die zerstörten Bäume und ausgerissenen Wurzelstöcke herum.

Die Nacht verbrachten wir am Fährhafen in Caleta Gonzalo und hofften, dass wir am anderen Morgen ein Ticket für die Fähre noch kaufen können. Denn dies ist eine andere Geschichte! Dank unserer nichtvorhandenen Planung haben wir keine Fähren reserviert, obwohl überall zu lesen und zu hören ist, dass in den Monaten Januar und Februar alle Fähren voll sind und weit im voraus reserviert werden müssen.

Am Morgen um 05:40 Uhr standen wir auf (die Fähre ging um 07:00 Uhr) und fuhren zum Hafen: doppelte Auto- und Lastwagenschlange. Ein Fährenmitarbeiter ging von Fahrzeug zu Fahrzeug und fragte nach den Tickets. Und wir hatten ja keines und mussten aus der Schlange ausscheren. Und dann hiess es warten, die erste Fähre füllte sich und fuhr weg. Zum Glück werden in der Hochsaison jeweils zwei Fähren eingesetzt. Diese war zwar viel kleiner, wir hatten jedoch gerade noch Platz!

Bei immer besseren Wetter und nach zwei weiteren Fähren näherten wir uns Puerto Montt. Carretera Austral war geschafft! Im Hafen von Puerto Montt spülten wir den letzten Staub weg und genosssen die Fischspezialitäten.

 

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