Cartagena3

Cartagena – letzte Station?

(Violetter Punkt 31 auf der Karte)

Nach einer ereignislosen, zügigen Fahrt von Bucaramanga über Bosconia kamen wir nach 3 Tagen in Cartagena an. Während den letzten 12 Monaten haben wir fast 50’000 km zurückgelegt. Wir fuhren durch interessante Länder mit schönen Landschaften, mit vielfältiger Pflanzen- und Tierwelt und mit spannenden und lustigen Begegnungen mit Einheimischen und Reisenden.

Kaum in Cartagena angekommen, haben wir das gesamte Fahrzeug ausgeräumt und die persönlichen Sachen für die letzte Reiseetappe und für die ersten Tage in der Schweiz gepackt. Die beiden Ersatzräder und die übriggebliebenen Teile des kaputten Fahrradträgers haben wir Packen1geputzt und im Fahrzeug verstaut. Die beiden Nächte vor der Fahrzeugabgabe mussten wir deshalb das erste Mal im „oberen“ Stock schlafen. Dies war ein bisschen enger und vor allem viel heisser als im „unteren“ Stock. An  einem weiteren Tag erledigten wir die Verschiffungsadministration und am nächsten Tag wurde unser Camper durch den Zoll begutachtet und der Hafenbehörde übergeben. Und dann war noch der Termin für die Drogenkontrolle im Hafenlager, einen Tag vor Abfahrt des Schiffes. Alles mussten wir wieder ausräumen. Fast jede Kiste wurde durchwühlt. Und dies alles draussen bei brütender Hitze! Der Trost war, dass nicht nur Daniel schwitzte sondern auch der Kontrolleur.

Dazwischen hatten wir viel Zeit und Muse, um die Altstadtquartiere von Cartagena kennenzulernen. Am Tag und vor allem am Abend ist die Altstadt ein Bijou. Am Plaza de la Trinidad vermischten sich am Abend die Einheimischen und die Touristen. Strassenkünstler gaben ihre Darbietungen zum Besten.

Und dann waren noch die Fischer, die ein langes Schleppnetz ans Ufer zogen. Sie wollten unbedingt, dass wir einen grossen Fisch kaufen. Wo hätten wir denn diesen noch grillieren können?

Wir mussten solange in Cartagena bleiben, bis das Schiff ausgelaufen ist. Am Montag, 27.08.2017, war es dann soweit. Wir in Südamerika und jetzt ohne Camper! Irgendwie fühlten wir uns verloren. Mit der Abgabe des Fahrzeuges ist die Reise wie vorbei. Wir hängten noch einen weiteren Tag in Cartagena dran, um unsere Weiterreise mit Rucksack und Bus zu planen und innerlich zu verarbeiten.

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