Quer durch das Land

(Violetter Punkt 16 auf der Karte)

Von West nach Ost, quer durch Ecuador von Puerto Cayo bis nach Puyo, von der Küste über die Anden bis zum Regenwald! In den letzten Tagen haben wir alle Landschaftsformen und Klimazonen dieses interessanten Landes durchfahren.

Zuerst ging es von der Küste hoch durch das neblige Küstengebirge und dann wieder ins Tiefland hinunter. Reis- oder Zuckerrohrfelder, riesige Banananplantagen und eine endlose Ebene! Nichts so spannend und nach einer monotonen Fahrt ging es am späteren Nachmittag wiederum durch stockdicken Nebel (wirklich stockdick, keine 10 Meter Sicht) in Richtung Andenhöhen. Der Blick auf das Nebelmeer in der Abendstimmung war grossartig. In Salinas deckten wir uns in einer Käserei mit Käse und in einer Schokaldenfabrik mit Süssigkeiten ein.

Am nächsten Tag fuhren wir zum Vulkan Chimborazo bis auf ca. 4’400 m.ü.M. Er präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Zuerst sahen wir nur einen weissen, kleinen Spitz aus einer sonst grünen Landschaft herausragen. Je näher wir kamen, desto wuchtiger wurde er. Denn der Vulkan Chimborazo ist der höchste Berg der Welt! Obwohl er nur rund 6’300 m.ü.M. misst, ist er – gemessen vom Erdmittelpunkt – rund zwei Kilometer höher als der Mount Everest (nachzulesen in Wikipedia). Dies darum, weil die Erde nicht eine perfekte Kugel ist.

Alausi ist für Eisenbahnfans der Ort hier in Ecuador. Von hier startet der Tren „La Nariz del Diablo“ (Teufelsnase). Die Teufelsnase ist ein markanter Felsen (letztes Bild der ersten Reihe), der beim Bau der Bahngeleise zu überwinden war. Anstelle von Kehrtunnels wurde die Bahn mit Spitzkehren gebaut. D.h. wir fuhren zuerst vorwärts den Berg hinunter, dann ging es rückwärts weiter. Zwei solche Spitzkehren wurden gebaut. Im Zickzackkurs den Berg hinuntern!

Bei einem Blitzbesuch in Ambato bei einer schweizerisch-ecoudorianischen Familie wurden wir sehr herzlich empfangen und assen einen vorzüglichen Russenzopf (Danke an die Familie Steffen/Rosero für die Gastfreundschaft!). Über Baños fuhren wir dann bis nach Puyo am Rande des Amazonasbecken.

Immer wieder trafen wir sie an: die Grillstellen,Cuy1 an denen Meerschweinche gegrillt werden. Bis jetzt haben wir es noch nicht über unser Herz gebracht, ein solches Meerschweinchen zu essen. „Gluschten“ würde es uns schon.

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