La Paz und dann den Camino de la Muerte hinunter!

(Punkt 94 auf der Karte)

Eine Stadtbesichtigung von La Paz braucht viel Luft! Liegt die Stadt doch inmitten von Bergen auf einer Höhe von 3’300 bis 4’100 m.ü.M.

Unser Stadtführer Gerd (ein seit 35 Jahren in La Paz lebender Deutscher) kannte alle Ecken und wie wir am einfachsten dorthin konnten, ohne dass wir zuviel schnaufen mussten. Seit ein paar Jahren sind fünf Gondelbahnen in Betrieb, weitere sind im Bau oder kurz vor der Eröffnung. Es waren tolle Ein- und Ausblicke, die wir so schwebend über der Stadt erhalten konnten. Gerd erzählte uns viel von der Geschichte Boliviens und vom heutigen Leben in dieser höchstgelegenen Grossstadt.

Sucre ist die Hauptstadt, in La Paz ist jedoch die Regierung zu Hause. Auf dem Platz mit den Regierungsgebäuden sLaPazSpezahen wir den alten Präsidentenpalast und dahinter den neuen Präsidentenpalast, ein noch im Bau befindliches Hochhaus. Ein Stilbruch sondergleichen! Auch speziell ist, dass unmittelbar neben dem schönen Parlamentsgebäude ein eingestürztes Haus abgedeckt mit Plastikplachen liegt. Und dies seit mehreren Monaten.

Gerd führte uns durch die Schamanenstrasse. Hier „tagen“ Hunderte von Schamanen in jeweils kleinen Kabäuschen. Wenn das Feuer vor einer Kabine brennt, ist der Schamane anwesend und hat Sprechstunde. Viele Bolivianer vertrauen auf die Ratschläge dieser Meister. Vor vielen Entscheidungen, in brenzligen Lebenssituationen oder auch nur bei Hauseinweihungen werden die Schamanen um Rat und Tat gefragt.

Die Pülverchen, die mumifizierten Lamaföten oder weitere Kräuter und Tinkturen, die die Schamanen im Rahmen ihrer Rituale verbrennen, finden sie in der „Hexenstrasse“. Wir durften einer dieser Verkaufsläden besuchen und ein paar Fotos schiessen.

Direkt neben unserem Campingplatz lag das Valle de la Luna. Ein gemütlicher Spaziergang führte uns durch diese Mondlandschaft.

Der Weg von La Paz hinunter nach Coroico war früher eine berüchtigte, enge Passstrasse gewesen, die Todesstrasse genannt. Die Strassenführung wurde in der Zwischenzeit geändert und heute ist DeathRoad0die gesamte Strecke  ausgebaut und asphaltiert, jedoch immer noch atemberaubend schön.

Die alte Strassenführung  wurde belassen und die Todesstrasse wird heute vorwiegend touristisch genutzt. Viele Fahrradfahrer brausen täglich diese holprige Strasse hinunter. Die Strasse ist für alle offen;  es wird wegen den vielen Fahrradfahrer jedoch empfohlen, entweder frühmorgens oder dann nach 14:00 Uhr die Strasse zu befahren. Und immer noch gilt Linksverkehr! Dies darum, damit der talabwärtsfahrende Lenker bei den Ausweichmanövern den Abgrund links neben sich hat und so besser abschätzen kann, ob es reicht oder nicht. Und es geht an ein paar Stellen wirklich steil hinunter. Auch ohne Gegenverkehr hatten wir an diesen Stellen schweissige Hände! Es kamen uns zum Glück nur ein paar Fahrzeuge entgegen und wir konnten bei genügend grossen Ausweichstellen kreuzen.

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